Wussten wir doch schon immer!

Wussten wir doch schon immer – „Bildungsorientierung erhöht den Digitalisierungsgrad“.
Das Bundesinstitut für Betriebliche Bildung hat vor kurzem Ergebnisse aus seinem Qualifizierungspanel veröffentlicht.

Wussten wir es wirklich schon immer?
Sind Qualifizierungen nicht immer noch auf einzelne Events fokussiert, anstatt eine Lernkultur zu fördern?

Im März dieses Jahrs hat das BIBB (Bundesinstitut für Betriebliche Bildung) mit Hilfe des BIBBQualifizierungspanels den Zusammenhang zwischen betrieblicher Kompetenzförderung und Technologienutzung untersucht.
https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/10017
Die Ergebnisse sind für die aktuelle Diskussion zur Digitalisierung aufschlussreich … aufschlussreich insofern, weil sie verdeutlichen, dass Unternehmen, die das Lernengagement ihrer Mitarbeiter*innen fördern, einen höheren durchschnittlichen Digitalisierungsgrad haben. Damit wird die betriebliche Lernkultur zur Schlüsselkompetenz für die Digitalisierung.

Wie lässt sich Lernkultur in den Unternehmen nun fördern?

Lernkultur gelingt, wenn Lernen und Qualifizieren in die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelegt wird. Sie wird dadurch in die unternehmerische Führungskultur integriert.
Also bitte Qualifizierungen nicht verordnen – sondern motivierende Gespräche über fehlendes oder unzureichendes Know‐How führen und damit die intrinsische Motivation stärken.

Um eine solche Lernkultur zu leben, haben Führungskräfte eine wichtige Vorbildfunktion. Vor einigen Tagen las ich ein Interview mit Bosch‐Chef Volkmar Denner, der auf die Frage, ob seine Zeit als Chef von mehr als 400.000 Mitarbeitern nicht zu wertvoll sei, um an KI‐Schulungen teilzunehmen, antwortete; dass es zu den Kernaufgaben des Bosch‐Chefs gehöre, die Potenziale neuer Technologien und Methoden beurteilen zu können (Süddeutsche Zeitung vom 5.8.2019).

Wie viele Tage haben Sie als Führungskraft im Jahr 2019 in ihre formale Weiterbildung und Qualifizierung investiert?

Ach, … in diesem Jahr war aber wirklich so viel los, dass dafür keine Zeit war?

Wir sprechen uns 2020 wieder!